Schaukampf in Leuk - Juli 2003
Am Mittelerde-Fest 3
Dank an Chrissi fürs Fotografieren!

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Wohl!
Als im alten Wallis die Wälder rauschten,
grün und golden das
ganze Tal
im spaten Sommer; saftig standen
Stamm und Krone, Lärche
und Kiefer,
bis hoch an die Hänge der heiligen Berge,
die, stumm und weiss, gleissende Wächter,
damals wie heute die Grenzen
behüten.
Hart lag die Hand des Hauses Savoyen
auf Land & Leuten, und liess nicht
locker
von Vieh und Ernte, mit Vogt und Richter,
mit Steuer und Zehntem das Volk zu zeihen:
Herzog Philipp herrschte
mit Hochmut.
Doch heimlich hört man an Herden die Kunde
vom Räuber Mazze und seiner
Meute
die in Wald und Wiese die Wege belagern.
Manch ein Bäuerlein, um seine Habe gebracht,
erhoffte sich Hilfe von der dreisten Horde,
doch nur die verruchtesten werden selber zu Räubern,
vogelfrei plündern sie Volk wie Vögte.
Mazze der Hauptmann, so hörte man munkeln,
legt nie den Helm ab, so hässlich sei er,
und die ihm anhängen opfert er achtlos
um seine Schätze zu mehren und Savoyen zu schrecken.
Seht --
Herzog Philipp fährt durch
die Lande
mit reichem Gefolge, Rittern und Knechten;
und des Herzogs Gemahlin, mit Zofen und Mägden.
Der Abend bricht ein, und ohne Obdach
muss der
Zug
im dämmrigen Zwielicht
durch den Pfynwald laufen, weil die Pferde lahmten,
in banger Erwartung; hinter Baum und Strauch
wachen Raubtiere und lauern
Räuber.
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*
Der Herzog und seine Liebste, geleitet durch die Nacht
von Gefolge und Soldaten, gekleidet in ihrer Pracht,
auf dem Weg durch den Wald von Pfyn, voll Gefahren und Verbrechen
mit dem Ziel - nach Leuk, um ihr Gold zu sichern.
Erhaben und mit stolzer Brust, der Herzog hier seinen Weg beschreitet
Philipp von Savoyen, von Fiona, seiner Frau begleitet.
im Schutz der Dunkelheit, von Soldaten gut bewacht
mit einer Kiste voller Gold, gehen sie durch die Nacht.

Ein Überfall zu später Stund, geraubt das Gold, das Gefolge tot...
weinend die Herzogin, zitternd vor Angst
ihr Geliebter entführt - nun geht mein Ritter, geht in den Kampf.
Der Ritter trifft zwei Pilger, die im Walde reisen;
auf sein Verlagen den Weg sie ihm weisen
doch Neugier plagt sie, was sich ereignet dort
drum folgen sie ihm zu dem zu dem finstren Ort,
versteckt in den Wäldern, im Dickicht der Bäume:
Sie prosten sich zu, auf dass das Bier schön schäume.
in Sicherheit sich die Diebe wiegen, voll Freude, keine Strafe zu kriegen.
Der Ritter eilt ins Räuberlager, dort stellt er die Diebe;
zum Kampf gefordert - einer meldet sich und kriegt so manche Hiebe.
Der Ritter ist tot, von hinten erstochen
der Kampf um die Rüstung ist ausgebrochen.
Ein Duell soll entscheiden und keine Fragen,
wer von den Räubern die Rüstung darf tragen.
Sie kämpfen drauf los und gehen sich an den Kragen
- doch als der dritte kommt, wird er von hinten erschlagen.
Die Räuber gelüstet, die Rüstung zu tragen
deshalb haben sie ihren Kumpanen erschlagen.
doch Domenikus, der Mönch mit brennendem Schwert
sie diesesmal das Fürchten lehrt.
an seiner Seite, der legendäre Held
Bren, im Kampf gegen das Böse der Welt.
die Räuber haben Angst und kämpfen um ihr Leben
feige und gemein, doch sie kämpfen vergeben.
Güldenes haar, das lange über die Schultern fällt
und ein Gesicht so zart, dass man als Frau sie erkennt;
doch dies lässt den Helden nicht verzagen
er steht seinen Mann und versucht sie zu schlagen.
Während Herr und Gemahlin sich am Wiedersehen erbauen
sind Held und Mönch mit der Truhe abgehauen
Und so ward das Stück vollbracht
und alle Räuber umgebracht.