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Workshop
Einführung in die "Kunst des Langen Schwerts" des Spätmittelalters
 Flyer
An den
Luzerner
Mittelalter-Tagen (3.-5. Juni 2004)
Die "Fechtmeister" oder "Schirmmeister" und die "Leychmeister" des späten Mittelaters bildeten ein heterogenes Milieu, wo sich altes Kriegshandwerk, effektive
Selbstverteidigung (u.a. für Gerichtskämpfe), sportliches und
akrobatisches Schaufechten und dumpfes Rabaukentum vermischten.
"Fechtkunst" beschränkte sich nicht auf das Schwert,
sondern es wurden immer eine ganze Palette von Waffen sowie unbewaffneter Ringkampf
geübt; doch wie noch heute übte schon damals das lange Schwert
(der sogenannte 'Anderthalbhänder') die grösste Faszination aus, und war
das unbestrittene 'Markenzeichen' der Fechter.
Meister Hans Talhoffers Wappen
Der Workshop berücksichtigt (aus Zeitgründen, und um ihn nicht zu überladen) deshalb auch nur das lange Schwert und
richtet sich an Interessierte ohne Vorkenntnisse. Er wird aus einem theoretischen
Teil (Geschichte, Umfeld und Ausrüstung) und einem praktischen Teil (Grundlagen zum selbständigen Üben) bestehen. Im Vergleich zum Workshop in Leuk im letzten Jahr werden wir mehr Material bieten (wir wissen inzwischen selber auch mehr...), aber ein guter Teil wird sich auch wiederholen.
Mehr als ein kurzes Streifen der einzelnen Punkte ist in diesem Rahmen nicht
möglich, aber wir wollen uns bemühen, Anregungen zu selbständiger
weiterer Übung zu geben.
ungefährer Verlauf
- Mitnehmen: Wir empfehlen Lederhandschuhe und bequeme Kleidung. Wer ein Schwert
besitzt, kann es für Haltungs-Übungen im ersten Praxis-Teil mitnehmen. Partner-Übungen des zweiten Teils werden ausschliesslich mit Holzschwertern durchgeführt (stellen wir zur Verfügung).
- Dauer: 2 1/2 Stunden
- Teilnehmer: Gruppe von 10-15 Leuten
- Mindestalter: 16 Jahre
- Kostenpunkt: 20 Franken
Sicherheit: Alle Partner-Übungen werden langsam ausgeführt. Die Teilnehmer kommen keinesfalls in eine Kampf-Situation. Trotzdem werden wir zu unserer Absicherung vermutlich eine Unterschrift verlangen, dass die Teilnehmer das geringe Risiko auf sich nehmen,
mit einem Holzschwert zu hantieren, und die Verantwortung übernehmen,
damit während der Dauer des Workshops nicht auf andere Teilnehmer
einzuschlagen.
Freywild steht als Schaukampf-Gruppe in der Tradition der gauklerischen, von den
etablierten Fechtmeistern verachteten Schaufechter;
Wir sind weder Kampfsport-Experten noch Meister in irgendeiner Art, sondern stehen
selber am Anfang eines langen Lernweges; deshalb können wir weder Diplome
ausstellen noch jemanden zum Schwertkämpfer ausbilden; Ziel des Workshops wird es sein, unsere Erkenntnisse der letzten paar Jahre so gut wir können an Interessierte
weiterzugeben.
'Sportler' im 15. Jh. (Wolfegger Hausbuch)
letzte Änderung:
21. Juni 2004
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